Zum Hauptinhalt springen

Mendelssohn!

Samstag, 11.07.2026, 19:00 UhrGroßer Saal
VVK ab März
Übersicht
  • Teilen
  • Kalendereintrag

Veranstaltung zum Kalender hinzufügen

Mendelssohn!

Gastspiel der Hofer Symphoniker mit Alexander Melnikov (Klavier), unter der Leitung von Chefdirigent Martijn Dendievel

Wie konnte Richard Wagner nur? Betrachtet man sein Pamphlet „Das Judenthum in der Musik“, fällt er Felix Mendelssohn Bartholdy gnadenlos in den Rücken. Dabei hätte Wagner dankbar sein müssen. Ohne Felix Mendelssohn Bartholdy gäbe es Wagner nicht in der Form, wie wir ihn heute kennen, Wagner hat ihm seine musikalische Grundsprache zu verdanken:  Wagner übernimmt nicht nur, er zitiert regelrecht. 

 

Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy, Ouvertüre zu Shakespeares “Ein Sommernachtstraum” op. 21 

Felix Mendelssohn Bartholdy, Klavierkonzert Nr. 2 d-Moll op. 40

Felix Mendelssohn Bartholdy, Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 107 “Reformations-Symphonie” 

©Foto: Liancary

Die Hofer Symphoniker – 80 Jahre Klang, Leidenschaft und Bildung

In diesem Jahr feiert das Orchester sein 80-jähriges Jubiläum und blickt auf eine beeindruckende Geschichte voller musikalischer Höhepunkte zurück. Seit ihrer Gründung im Jahr 1945 prägen die Hofer Symphoniker das kulturelle Leben Nordbayerns auf vielfältige Weise. 

Ein wichtiger Partner für die Hofer Symphoniker ist das Theater Hof, wo das Orchester die Opern-, Operetten-, Musical- und Ballettaufführungen spielt. Mit ihrer eigenen Symphoniekonzertreihe sowie zahlreichen Gastspielen in ganz Oberfranken begeistern sie ihr Publikum zudem mit einem breiten Repertoire von der Klassik bis zu zeitgenössischen Werken. Auch in der Kirchenmusik setzen sie Akzente und sind regelmäßig bei renommierten Festivals vertreten.

Immer wieder konzertieren die Hofer Symphoniker mit international gefragten Solistinnen und Solisten wie Albrecht Mayer, Antje Weithaas, Konstantin Krimmel, Lena Neudauer, Sebastian Manz oder Christian Zacharias. Seit der Spielzeit 2024/25 steht das Orchester unter der Leitung des vielfach ausgezeichneten Chefdirigenten Martijn Dendievel, der mit frischen Impulsen zur künstlerischen Entwicklung beiträgt.

Besonders hervorzuheben ist das in Deutschland einzigartige Bildungskonzept der Hofer Symphoniker: Mit einer eigenen Musikschule und rund 1.200 Schülerinnen und Schülern leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen Bildung und musikalischen Nachwuchsförderung.
Die Hofer Symphoniker sind damit weit mehr als ein Orchester – sie sind kulturelles Zentrum, künstlerisches Aushängeschild und musikalische Heimat für eine ganze Region.

Martijn Dendievel

Der belgische Dirigent Martijn Dendievel ist seit September 2024 Chefdirigent der Hofer Symphoniker. Seit Januar 2026 ist er zudem Chefdirigent des Symfonieorkest Vlaanderen, wo er zuvor als Associate Conductor tätig war. Seit seinem Gewinn des Deutschen Dirigentenpreises 2021 und der Auszeichnung mit verschiedenen Preisen beim Donatella Flick-Wettbewerb und der International Conducting Competition Rotterdam wird er von Orchestern weltweit eingeladen, wo er für seine fundierten Kenntnisse des Repertoires und sein lebendiges sowie ausdrucksstarkes Dirigat geschätzt wird. 

Dendievel gastiert regelmäßig bei Orchestern wie beispielsweise der Philharmonie Zuidnederland (Philzuid) und der Sinfonia Varsovia sowie an Opernhäusern, darunter das Teatro Comunale di Bologna, wo er mit einer umjubelten Produktion von „Le nozze di Figaro“ sein Operndebüt feierte. In der vergangenen Saison debütierte er beim Luzerner Sinfonieorchester, Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, bei der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, den Essener Philharmonikern und beim Bucheon Philharmonic Orchestra. Zuvor folgte er Wiedereinladungen zum WDR- und MDR-Sinfonieorchester sowie zum Antwerp Symphony Orchestra. In den letzten Jahren begeisterte er bei Konzerten mit dem Tonkünstler-Orchester Wien, Copenhagen Philharmonic und Orchestre Philharmonique Royal de Liège. Darüber hinaus dirigierte Dendievel unter anderem das Concertgebouw Orchestra, London Symphony Orchestra, Tonhalle-Orchester Zürich und Rotterdam Philharmonic. 

Dendievel spielte zunächst Geige, wechselte dann zum Violoncello und lernte zudem Schlagzeug und Cembalo. Orchestererfahrung sammelte er in verschiedenen Jugendorchestern. Bereits im Alter von 14 Jahren wurde er am Königlichen Konservatorium in Brüssel aufgenommen, wo er einen Bachelor in Musiktheorie mit Auszeichnung erhielt. 

Im Juli 2022 schloss er sein Masterstudium Orchesterdirigieren bei Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Ekhart Wycik an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar ab. Weitere Impulse erhielt er auf Meisterkursen mit Bernard Haitink, Christian Thielemann, Paavo Järvi und Iván Fischer.

©Foto: Fotostudio Schwarzenbach Atelier Christine

Alexander Melnikov

Alexander Melnikov absolvierte sein Studium am Moskauer Konservatorium bei Lev Naumov. Zu seinen musikalisch prägendsten Erlebnissen zählen die Begegnungen mit Svjatoslav Richter, der ihn regelmäßig zu seinen Festivals in Russland und Frankreich einlud. Er ist Preisträger bedeutender Wettbewerbe wie dem Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb (1989) und dem Concours Musical Reine Elisabeth in Brüssel (1991). 

Seine musikalischen und programmatischen Entscheidungen sind oft ungewöhnlich. Sehr früh begann Alexander Melnikov sich mit der historischen Aufführungspraxis auseinanderzusetzen. Wesentliche Impulse erhielt er von Andreas Staier und Alexei Lubimov, mit dem er in zahlreichen Projekten zusammengearbeitet hat. Regelmäßig steht er mit namhaften Ensembles für Alte Musik wie dem Freiburger Barockorchester, Musica Aeterna, dem Barockorchester B‘Rock oder der Akademie für Alte Musik Berlin auf der Bühne.

Unter den Orchestern, bei denen Alexander Melnikov als Solist gastierte, finden sich das Koninklijk Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Gewandhausorchester Leipzig, das Philadelphia Orchestra, das Atlanta Symphony Orchestra, das Melbourne Symphony Orchestra, das Sydney Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Mahler Chamber Orchestra, das NDR Elbphilharmonie Orchester, das HR-Sinfonieorchester sowie die Münchner Philharmoniker, Rotterdam Philharmonic, und BBC Philharmonic. Er arbeitete mit Dirigenten wie Mikhail Pletnev, Teodor Currentzis, Anja Bihlmaier, Charles Dutoit, Nicholas Collon, Osmo Vänskä, Paavo Järvi, Thomas Dausgaard, Maxim Emelyanychev und Vladimir Jurowski zusammen.

©Foto: Julien Mignot


Details zur Veranstaltung

Einlass Friedrichsforum: 17.30 Uhr
    Einlass Saal: 18.30 Uhr
      Beginn: 19.00 Uhr

        Veranstalter

        Friedrichsforum
        Friedrichstraße 19
        95444 Bayreuth

        Logo Friedrichsforum