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Wagners Antipoden

Freitag, 07.08.2026, 19:30 UhrGroßer Saal
VVK ab März
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Wagners Antipoden

Gastspiel des LandesJugendOrchesters Rheinland-Pfalz mit Roger Morelló Ros (Violoncello), unter der Leitung von Michael Hofstetter

Werke von Mendelssohn Bartholdy und Offenbach, sowie eine Uraufführung von Richard van Schoor über musikalische Themen von Jaques Offenbach

Sie gelten als Antipoden: Der konservative, klassische Mendelssohn gegen den revolutionären "Zukunftsmusiker" Wagner. Das Verhältnis zwischen Richard Wagner und Felix Mendelssohn Bartholdy war künstlerischem Neid Wagners und späterem heftigen Antisemitismus geprägt. Wagner war dem reifen Musiker Mendelssohn anfangs unterlegen, nach dessen Tod (1847) diffamierte er ihn stark. Wagner forderte Anerkennung für den „Fliegenden Holländer“, doch Mendelssohns Einfluss war prägend für Wagner. 

Wagner war der umstrittenste Komponist seiner Zeit, Offenbach der erfolgreichste. Beide waren unstete Reiseexistenzen, Europäer und Exilanten auf die eine und auf die andere Weise. Vor allem aber sind Wagner und Offenbach Antipoden: „Offenbachs Prestissimo-Galoppaden und Wagners in feierlichem Grave einherschreitender Ernst, Offenbachs parodistische Verhöhnung alter Sagenstoffe und ihre philosophische Durchdringung bei Wagner, das sind nicht nur Gegensätze der Gestaltung, sondern auch der geistigen Haltung, wie sie als äußerste Pole die Möglichkeiten und den Reichtum der Musik nach 1850 umspannen.“ (Anton Henseler)

Programm:

Jacques Offenbach: Concerto militaire G-Dur für Cello & Orchester 

Richard v. Schoor: Arrangement für Blechbläser und Schlagwerk über Themen von Jacques Offenbach (Auftragskomposition des LJO-Förderkreises e.V.) 

Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 

©Foto: Laura Brichta

Das LandesJugendOrchester Rheinland-Pfalz

Das LandesJugendOrchester Rheinland-Pfalz (LJO) wurde 1973 gegründet und bietet Jugendlichen, die ihr Instrument überdurchschnittlich gut spielen, die Chance, große sinfonische Werke mit Gleichaltrigen zu spielen. Bis zu 100 Mitglieder, die im Schnitt 16 Jahre jung sind, spielen in dem renommierten Nachwuchsorchester und haben sich durch ein Probespiel qualifiziert. In jährlich drei Arbeitsphasen treffen sich die Jugendlichen und erarbeiten die großen sinfonischen Werke der Orchesterliteratur. Seit 2013 steht das LandesJugendOrchester unter dem Dach des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz und wird durch das Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration gefördert. 

Seit 2005 hat das Orchester mit Hermann Bäumer einen ständigen Gastdirigenten, der Kontinuität für das junge Orchester gewährleistet. Zudem arbeitet das LJO mit namhaften Dirigenten wie Markus Huber, Johannes Klumpp, Anna Rakitina und Oscar Jockel zusammen. Viele ehemalige Mitglieder studieren heute Musik und arbeiten in Profi-Orchestern, Musikschulen oder Hochschulen. Einige sind solistisch mit dem LJO aufgetreten, darunter Anna Sophie Dauenhauer, Julian Steckel , Emmanuel Wehse und Benedict Kloeckner. 

Regelmäßige Rundfunkaufnahmen, Fernsehsendungen und CD-Produktionen dokumentieren das Niveau des LJO. Neben Auftritten in Rheinland-Pfalz und Deutschland unternimmt das Orchester Konzertreisen, die es nach Österreich, Frankreich, England, Italien, Schweden, Tschechien, Polen, Israel, Griechenland, Spanien, Mexiko, China, die USA sowie zuletzt nach Südafrika und Botswana führten. Ein besonderer Höhepunkt war die musikalische Umrahmung des Festes des Bundespräsidenten im Garten von Schloss Bellevue im September 2025. 

Roger Morelló Ros

Roger Morelló Ros (Katalonien 1993) ist ein engagierter, ausdrucksstarker und fantasievoller Cellist mit einer immensen Fähigkeit, sich mit anderen zu verbinden, was ihn zu einem Kommunikationskanal macht, der Schöpfer, Kreation und Publikum vereint. Er erschafft Erlebnisse, die seine Leidenschaft, Authentizität und Spontanität zum Ausdruck bringen, welche sowohl das Publikum als auch die Veranstalter europaweit ansprechen. So trat er bereits in der Berliner Philharmonie, dem Suzhou Bay Grand Theatre in China, dem Palau de la Música Catalana in Barcelona, dem Auditorium Pau Casals, dem Beethoven-Haus, dem Mendelssohn-Haus Leipzig, oder der von Antoni Gaudí erbauten Casa Milà in Barcelona auf, wo er in der Saison 2018/19 Residenzkünstler war.

Gewinner von über 30 Stipendien und Wettbewerbspreisen, wie dem Gustav Mahler Prize in Prag (1. Preis), hat seine solistische Tätigkeit ihn zur Zusammenarbeit mit zahlreichen Orchestern geführt, darunter das Brussels Philharmonic Orchestra, das Liangshan Symphony Orchestra und das Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz, unter der Leitung von Dirigenten wie Carlos Vieu, Thomas Jung, Qingshi Tang oder Michael Hofstetter.

Er wurde außerdem zu renommierten Festivals eingeladen, wie dem Verbier Festival, dem Klavier-Festival Ruhr, dem Rheinhessen Musikfestival (Residenzkünstler 2024), dem Schumannfest Düsseldorf,  dem Mosel Musikfestival, dem Festival Peregrinos Musicales und dem Life Victoria Barcelona  (Sant Pau – UNESCO) aufgetreten – um nur einige zu nennen. Außerdem ist er mit seinen Interpretationen häufig bei der BBC, im spanischen Nationalradio, beim WDR, beim SWR, beim NDR sowie bei Belgium’s RTBF – Musiq3 zu hören, u.a.

©Foto: Mischa Blank

Michael Hofstetter

Michael Hofstetter dirigiert seit über 30 Jahren an vielen renommierten Opernhäusern, bei Orchestern und Festivals.

Dazu zählen unter anderem die Bayerische, die Hamburgische und die Stuttgarter Staatsoper, das Theater Basel, das Theater an der Wien, die Royal Opera Copenhagen, die Welsh National Opera, die English National Opera, die Houston Grand Opera, die Canadian Opera Company Toronto, die Händelfestspiele Karlsruhe sowie die Händelfestspiele Halle, die Salzburger Festspiele, das Orchestre National d‘Île de France und viele andere mehr.

Der gebürtige Münchner begann seine Karriere an den Theatern in Passau und Wiesbaden und war außerdem Professor für Orchesterleitung und Alte Musik an der Universität Mainz.

Als Generalmusikdirektor/ Chefdirigent prägte er das Stadttheater Gießen (1998-2000 sowie 2012-2019), die Ludwigsburger Schloßfestspiele (2005-2012), das Genfer Kammerorchester (2000-2006) sowie das Stuttgarter Kammerorchester (2006-2013), das recreation Große Orchester Graz und das von ihm mitgegründete styriarte Festspielorchester Graz (2010-2016).

Seit Januar 2020 ist Michael Hofstetter Intendant und Geschäftsführer der Internationalen Gluck Festspiele Nürnberg, seit der Spielzeit 2021/22 Erster Gastdirigent des Tölzer Knabenchores.

Im Fachmagazin »Opernwelt« wurde Michael Hofstetter in der jährlichen Kritikerbefragung mehrmals als 'Dirigent des Jahres' nominiert; u.a. 2011 mit seiner Produktion von Hasses »Didone Abbandonata« am Prinzregententheater München und 2013 für seine Leistungen als Generalmusikdirektor in Gießen. Für sein Engagement im Bereich Operette erhielt er die Robert-Stolz- Medaille, seine Arbeit bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen wurde mit dem Horst-Stein-Preis gewürdigt.

©Foto: Uwe Moosburger


Details zur Veranstaltung

Einlass Friedrichsforum: 18.00 Uhr
    Einlass Saal: 19.00 Uhr
      Beginn: 19.30 Uhr

        Veranstalter

        Friedrichsforum
        Friedrichstraße 19
        95444 Bayreuth

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