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Eigenveranstaltung

Schumann!

Montag, 31.08.2026, 19:30 UhrGroßer Saal
VVK ab 30.4.
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Schumann!

Sir Simon Rattle dirigiert das Freiburger Barockorchester mit Isabelle Faust (Violine)

Sir Simon Rattle trifft auf das Freiburger Barockorchester – und auf Robert Schumann im Kontext von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner. Gemeinsam mit der Geigerin Isabelle Faust widmen sich die Musikerinnen und Musiker zentralen Werken des 19. Jahrhunderts in historisch informierter Aufführungspraxis. Erstmals betritt das FBO dabei auch Wagner-Terrain! Seit einiger Zeit steht seine Musik im Fokus historisch informierter Aufführung – nun kommt auch eine Freiburger Perspektive hinzu. Eine spannende Entdeckungsreise rund um Schumann und seine Zeit!

Programm:

Ludwig v. Beethoven: Konzert D-Dur für Violine und Orchester op. 61 

Richard Wagner: Siegfried-Idyll WWV 103 

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61 

Freiburger Barockorchester

Das Freiburger Barockorchester (FBO) zählt seit fast vier Jahrzehnten zu den international prägenden Ensembles der historisch informierten Aufführungspraxis. Geleitet von seinen Konzertmeister:innen Cecilia Bernardini und Gottfried von der Goltz verbindet das Orchester kammermusikalische Präzision, wissenschaftliche Neugier und kollektive Verantwortung in einem lebendigen und virtuosen Musizieren. Eine große stilistische Bandbreite vom Frühbarock bis zur Musik der Gegenwart sowie eine unermüdliche Neugier gegenüber bekanntem wie weniger bekanntem Repertoire prägen die Arbeit des Ensembles, das 1987 von Absolvent:innen der Hochschule für Musik Freiburg gegründet wurde.

Mit rund 100 Konzerten jährlich ist das Freiburger Barockorchester auf den bedeutendsten Bühnen der Welt zu Gast. Die Musikerinnen und Musiker sind seit 30 Jahren jedoch auch als Veranstalter tätig: seit der Saison 1996/97 bzw. 1999/2000 mit eigenen Abonnementreihen in Freiburg, Stuttgart und Berlin. In Freiburg ist das Ensemble seit 2012 gemeinsam mit dem Ensemble Recherche im Ensemblehaus beheimatet und prägt die Stadtkultur weit über den Konzertbetrieb hinaus. Neben den regelmäßig ausverkauften Konzerten engagiert sich das FBO seit Jahren in Education- und Inklusionsprojekten mit lokalen Partnern – in dieser Saison wird etwa das Projekt Miteinander Hören in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Institut für Musikermedizin fortgeführt.

Einen besonderen Akzent setzt die Zusammenarbeit mit dem Cellisten Nicolas Altstaedt zum Jahresanfang: Mit dem Programm Bohemian Symphony ist das FBO im Januar in Freiburg, Berlin und auf Schloss Esterházy in Eisenstadt zu erleben sowie im Mai auch beim Bodenseefestival. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Saison liegt auf der Oper: Bei den Internationalen Händel-Festspielen Karlsruhe ist das FBO mit einer Neuproduktion von Georg Friedrich Händels Tamerlano unter der musikalischen Leitung von René Jacobs zu erleben; die Premiere findet am 20. Februar 2026 statt. Ebenfalls unter seiner Leitung geht das Orchester im April 2026 mit Antonio Vivaldis Il Giustino auf Europatournee, mit Stationen u. a. im Palau de la Música in Valencia, im deSingel in Antwerpen sowie im Teatro Real in Madrid. Anfang Juli 2026 schließlich ist das FBO im Schlosstheater in Ludwigsburg mit Jommellis „La Didone abbandonata“ unter Francesco Corti zu erleben.

Zahlreiche herausragende künstlerische Partnerschaften und Dirigent:innen prägen die Geschichte des FBO. Das Ensemble ist regelmäßig bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Aix-en-Provence, dem Rheingau Musik Festival oder dem Gstaad Menuhin Festival zu Gast und arbeitet mit international bedeutenden Künstler:innen zusammen, darunter Kristian Bezuidenhout als Principal Guest Director, Pablo Heras-Casado, Sir Simon Rattle und Isabelle Faust.

Mitglieder des FBO bilden zudem das Freiburger BarockConsort, eine kammermusikalische Formation für Renaissance- und Frühbarockmusik, die u. a. mit dem belgischen Vokalensemble Vox Luminis und Lionel Meunier zusammenarbeitet.

Die Diskografie des Orchesters umfasst mehr als 130 CD-Produktionen, erschienen bei international führenden Labels (u. a. Harmonia Mundi, Deutsche Grammophon) und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gramophone Award, dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik sowie mehrfach mit dem Diapason d’Or. Sie dokumentiert die künstlerische Entwicklung und stilistische Vielfalt des Ensembles. Zuletzt veröffentlichte das Orchester im November 2025 beim Label Aparté das Album Grand Tour – eine musikalische Reise von Freiburg nach Berlin, die barocke Musik entlang historischer Reisestationen porträtiert.

©Foto: Britt Schilling

Sir Simon Rattle

Sir Simon Rattle wurde in Liverpool geboren und studierte an der Royal Academy of Music.

Von 1980 bis 1998 war Sir Simon Chefdirigent und Künstlerischer Berater des City of Birmingham Symphony Orchestra und wurde 1990 zu dessen Music Director ernannt. 2002 übernahm er die Position des Künstlerischen Leiters und Chefdirigenten der Berliner Philharmoniker, die er bis zum Ende der Saison 2017/18 innehatte. Im September 2017 wurde er Music Director des London Symphony Orchestra, ein Amt, das er bis zur Saison 2023/24 ausübte. 2023/24 trat er die Position des Chefdirigenten beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München an. Er ist Principal Artist des Orchestra of the Age of Enlightenment und Gründungspatron des Birmingham Contemporary Music Group.

Sir Simon hat über 70 Aufnahmen für EMI (heute Warner Classics) eingespielt und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten. Bedeutende Einspielungen mit den Berliner Philharmonikern umfassen Strawinskys Symphony of Psalms, Berlioz’ Symphonie fantastique, Ravels L’enfant et les sortilèges, Tschaikowskys Nussknacker-Suite, Mahlers Symphonie Nr. 2, Strawinskys Le Sacre du printemps sowie Rachmaninows The Bells und Symphonic Dances. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählen Berlioz’ La damnation de Faust, Helen Grimes Woven Space, Debussys Pelléas et Mélisande, Turnages Remembering und Beethovens Christus am Ölberge.

Sir Simon gastiert regelmäßig in Europa, den USA und Asien und pflegt langjährige Beziehungen zu führenden Orchestern wie der Staatskapelle Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Chamber Orchestra of Europe und der Tschechischen Philharmonie.

Music education ist für Sir Simon von zentraler Bedeutung. Seine Arbeit mit den Berliner Philharmonikern führte zum wegweisenden Educationprogramm Zukunft@BPhil, das u. a. mit dem Comenius-Preis, dem Schiller-Sonderpreis, der Goldenen Kamera und der Urania-Medaille ausgezeichnet wurde. 2004 wurden er und die Berliner Philharmoniker zu Internationalen UNICEF-Botschaftern ernannt. 2019 gründete er die LSO East London Academy, die besonders talentierte junge Musikerinnen und Musiker im Alter von 11 bis 18 Jahren unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten fördert. Sir Simon wurde 1994 von Ihrer verstorbenen Majestät Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen und erhielt 2014 den Order of Merit, 2018 den Berliner Verdienstorden und 2019 die Freedom of the City of London.

In der Saison 2025/26 tourt Sir Simon mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie dem Chamber Orchestra of Europe durch Europa. Gastauftritte führen ihn u. a. zu den Berliner Philharmonikern, der Tschechischen Philharmonie, dem London Symphony Orchestra, den Wiener Philharmonikern und dem Orchestra of the Age of Enlightenment. An der Staatsoper Berlin setzt er seinen Janáček-Zyklus mit Das schlaue Füchslein fort und dirigiert Bergs Wozzeck in konzertanter Form, bevor er mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks in München auftritt.

©Foto: Oliver Helbig

Isabelle Faust

„Isabelle Faust ist eine furchtlose Herrscherin im Riesenreich der Geige. (…) Immer schwebt ihr Geigenton mit einem Lächeln durch die Musik, immer triumphiert sie ohne Anstrengung in den turbulentesten und aberwitzigsten Geigengetümmeln.“ Reinhard Brembeck, Süddeutsche Zeitung, April 2023

Isabelle Faust zieht ihr Publikum mit ihren souveränen Interpretationen in ihren Bann. Jedem Werk nähert sie sich äußerst respektvoll und mit Verständnis für seinen musikgeschichtlichen Kontext und das historische Instrumentarium. Größtmögliche Werktreue ergänzt sie durch das Bewusstsein für die Notwendigkeit, einer Komposition von der Gegenwart her zu begegnen, was ihr eine tiefgründige Begegnung mit den verschiedensten Werken ermöglicht.

Nachdem sie in sehr jungen Jahren beim renommierten Leopold- Mozart-Wettbewerb und dem Paganini-Wettbewerb gewonnen hat, gastierte sie schon bald regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, NHK Symphony Orchestra Tokyo, Chamber Orchestra of Europe, Les Siècles und dem Freiburger Barockorchester. Dabei entwickelte sich eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Giovanni Antonini, François-Xavier Roth, Sir John Eliot Gardiner, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Jakub Hrusa, Klaus Mäkelä, Robin Ticciati oder Sir Simon Rattle. 

Isabelle Fausts künstlerische Neugier schließt alle Epochen und Formen instrumentaler Partnerschaft ein. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten zählen hierzu beispielsweise Schuberts Oktett auf historischen Instrumenten, Igor Stravinskys „L’Histoire du Soldat“ mit Dominique Horwitz sowie György Kurtágs „Kafka-Fragmente" mit Anna Prohaska. Mit großem Engagement hat sich Isabelle Faust bereits früh um die zeitgenössische Musik verdient gemacht:
Zu ihren jüngsten Uraufführungen zählen Kompositionen von Péter Eötvös, Brett Dean, Ondřej Adámek und Rune Glerup. Im Mai 2026 wird sie das Neue Werk für Violine und Orchester des slowenischen Komponisten Vito Žuraj gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester uraufführen.
Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2025/26 gehören Konzerte mit u.a. dem Lucerne Festival Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem National Symphony Orchestra in Washington, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und den Münchner Philharmonikern. Auf Tournee ist sie mit dem WDR Sinfonieorchester, Les Siècles und dem Balthasar-Neumann-Ensemble zu erleben. Sowohl beim Bergen Philharmonic Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester, wie auch im Muziekgebouw Amsterdam ist sie in dieser Saison Artist in Residence, wo sie die ganze Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens präsentieren kann.
Kammermusikalisch ist sie u.a. mit einem neuen Solo Programm wie mit dem Zyklus an Bach Sonaten und Partiten für Violine solo, aber auch mit ihren langjährigen Partnern Alexander Melnikov wie Kristian Bezuidenhout zu erleben. Ein weiterer Höhepunkt ist das Programm um Messiaens Quatuor pour la fin du temps, welches sie auf Tournee mit Jean-Guihen Queyras, Jörg Widman und Pierre-Laurent Aimard spielt.
Ihre zahlreichen Einspielungen wurden von der Kritik einhellig gelobt und mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem Gramophone Award und dem Choc de l'année ausgezeichnet. Die jüngsten Aufnahmen umfassen das Violinkonzert von György Ligeti (mit Les Siècles unter François-Xavier Roth) und von Benjamin Britten (mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks), Werke für Violine und Orchester von Pietro Locatelli (mit Il Giardino Armonico) und Werke für Violine solo von Biber, Matteis, Pisendel, Vilsmayr und Guillemain. Weitere vielbeachtete Alben hat Isabelle Faust unter anderem mit den Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach sowie den Violinkonzerten von Ludwig van Beethoven und Alban Berg unter der Leitung von Claudio Abbado vorgelegt.

©Foto: Borggreve

Informationen

Einlass Friedrichsforum: 18.30 Uhr
    Einlass Saal: 19:00 Uhr
      Beginn: 19:30 Uhr

        Veranstalter

        Friedrichsforum
        Friedrichstraße 19
        95444 Bayreuth
         

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