Beethoven: Alle Klavierkonzerte
Sonntag, 11.10.2026, 16:00 Uhr
Beethoven: alle Klavierkonzerte
Fünf Konzerte. Ein Abend. Zwei Veranstaltungen.
Eine fast sportliche Herausforderung: Alexander Lonquich spielt gemeinsam mit dem Münchner Kammerorchester alle 5 Klavierkonzerte Beethovens in zwei Konzerten an einem Abend und leitet außerdem das Orchester selbst vom Flügel aus. Eine Werkschau sondergleichen, ein bisschen Marathon, aber vor allem eine Reise durch den musikalischen Kosmos eines Komponisten, der selbst virtuoser Pianist war und die ersten vier seiner Klavierkonzerte als solcher auch zur Uraufführung gebracht hatte. Die Produktion ist entstanden aus der Einspielung der Konzerte in 2024 - die ideale Vorbereitung für das Beethovenjahr 2027!
Nicht nur für die Musiker ist so ein Abend fordernd: zur Stärkung bieten wir dem Publikum zwischen den beiden Konzerten ein Menu an – so wird der Abend zu einem ganz besonderen Erlebnis im Friedrichsforum:
Beethoven-Dinner im Balkonsaal:
- Herbstlicher Blattsalat mit Ziegenkäse, Birne und Walnüssen (alternativ eine Fischvorspeise)
- Geschmorte Kalbsbäckchen mit Kartoffelgratin und Herbstgemüse oder ein vegetarisches Kürbisrisotto
- Vanillecreme mit Zwetschgenröster
Wir bereiten der Vorverkauf gerade vor. Ab Anfang August sind Karten buchbar.
Programm:
1. Konzert (Beginn 16.00 Uhr):
Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
- Pause -
Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37
- große Pause / Essen -
2. Konzert (Beginn ca. 19.30 Uhr):
Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
- Pause -
Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73
©Foto: Münchner Kammerorchester

Alexander Lonquich, Klavier
„Jede Begegnung mit einem Kunstwerk ist gleichzeitig das Ausloten des eigenen existentiellen Standorts. Nur so hat Musikmachen heute Sinn.“
Alexander Lonquich
Alexander Lonquich, in Trier geboren, gehört als Solist, Kammermusiker und als Dirigent zu den bedeutendsten Interpreten seiner Generation. Er spielt regelmäßig in den wichtigsten europäischen Musikzentren, ist zu Gast bei internationalen Festivals und konzertiert auf Podien weltweit.
Als Pianist und Dirigent überzeugte er mit Orchestern wie dem hr Sinfonieorchester Frankfurt, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Stuttgarter Kammerorchester, Kammerorchester Basel, Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und Royal Philharmonic Orchestra.
Als Solist spielte Lonquich mit den Wiener Philharmonikern, Tonhalle-Orchester Zürich, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Orchestra Filarmonica del Teatro alla Scala in Mailand, WDR Sinfonieorchester Köln und Czech Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Yuri Bashmet, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Mark Minkowski, Kurt Sanderling und Sándor Végh.
Als begeisterter Kammermusiker ist er Partner von Nicolas Altstaedt, Vilde Frang, Heinz Holliger, Sabine Meyer, Christian Tetzlaff, Carolin Widmann, Jörg Widmann, Tabea Zimmermann, dem Auryn Quaertett, Artemis Quartett und vielen anderen.
Münchner Kammerorchester
Mit seinen abwechslungsreichen Konzertprogrammen, die Bekanntes und Neues stets spannungsreich miteinander verknüpfen, begeistert das Münchener Kammerorchester (MKO) sein weltweites Publikum. Dabei überzeugt das 1950 gegründete Ensemble mit seiner besonderen Klangkultur und seinem herausragenden interpretatorischen Niveau. Den Kern des Ensembles bilden die 28 fest angestellten Streicher aus 16 verschiedenen Ländern. Mit einem Stamm erstklassiger musikalischer Gäste aus europäischen Spitzenorchestern erweitert das MKO seine Besetzung flexibel, um sowohl im klassischen und romantischen Repertoire als auch in Werken der Gegenwart interpretatorische Maßstäbe zu setzen. Offenheit, Neugier sowie die Lust auf ungewöhnliche Formate und kulturelle Synergien prägen das unverwechselbare Profil des MKO.
Beethoven & das Essen
Seine Art zu komponieren und seine Musik verhalfen Ludwig van Beethoven zu Kultstatus. Er wurde zeitweise gefeiert wie ein Popstar. Mit dem Geld, das er verdiente, leistete er sich häufig gutes Essen. Beethoven, der 1770 in Bonn geboren worden war und bis zu seinem Tod 1827 in Wien lebte, achtete sehr auf die Qualität seines Essens.
Zu Beethovens Lieblingsgerichten gehörte eine breiartig gekochte Brotsuppe, die aus Fleischbrühe, Roggenbrot, Zwiebeln, Petersilie und Schnittlauch bestand und die er mit 10 Eiern zu verspeisen pflegte. Diese überprüfte er sorgfältig auf ihren Geruch. Rochen sie faul, konnte Beethoven so wütend werden, dass er die Eier an die Wand warf oder die Haushälterin damit bewarf.
Auf der Einkaufsliste für van Beethoven standen auch Kalb- und Rindfleisch, Ente und Huhn. Gab es Braten, freute sich der Komponist ganz besonders auf sein Essen. Zudem liebte Beethoven Fisch. Weil dieser nicht immer erhältlich und eher teuer war, hatte er mit einer Fischhändlerin eine Abmachung: Sie brachte ihm Fisch, wenn dieser verfügbar war, Beethoven bezahlte die Schuld einmal im Monat.
Und er hatte noch eine Lieblingsspeise: Makkaroni mit Parmesan. Beides kostete zu dieser Zeit aber etwa dreimal so viel wie dieselbe Menge Reis. Nicht jeder konnte sich also die Spezialität aus Italien leisten.
Was die Getränke betraff, schwor Beethoven – neben Weiss- oder Rotwein – auf Kaffee. Der Komponist gönnte sich das Luxusprodukt immer wieder und besass sogar eine eigene Kaffeemaschine. Sie war aus Glas, ein sogenannter Vakuumbereiter, der mittels Unterdruck im Glaskolben feinen Kaffee zum Kochen brachte. Beethoven zählte für seinen Kaffee angeblich immer exakt 60 Bohnen ab. Diese Anzahl Kaffeebohnen gilt noch heute als Richtwert für einen Espresso.
Details zur Veranstaltung
Veranstalter
Friedrichsforum
Friedrichstraße 19
95444 Bayreuth
