Windsbacher Knabenchor | J.S. Bach, Weihnachtsoratorium
Samstag, 19.12.2026, 19:30 Uhr
Windsbacher Knabenchor mit Le Concert Lorraine, Leitung: Ludwig Böhme
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten I-III,VI
Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist für den Windsbacher Knabenchor weit mehr als ein Repertoirestück: Es gehört sozusagen zu seiner musikalischen DNA. Schon die ersten Akkorde und das innige „Jauchzet frohlocket“ schlagen das Publikum jedes Jahr aufs Neue in ihren Bann. Die Musik, ohne die für viele Menschen Weihnachten undenkbar ist, wird in diesem Jahr zusammen mit dem französischen Barockorchester Le Concert Lorrain aufgeführt. Auch bei diesen bekannten Klängen gleicht kein Konzert dem anderen, wofür auch die Auswahl der Solisten sorgt. Freuen darf sich das Publikum unter anderem auf den Countertenor Benno Schachtner.
Besetzung:
Heidi Baumgartner, Sopran
Benno Schachtner, Altus
Tobias Hunger, Tenor
Krezimir Strazanac, Bariton
Windsbacher Knabenchor
Le Concert Lorraine
Ludwig Böhme, Leitung
©Foto: Katharina Gebauer
Windsbacher Knabenchor
Der Windsbacher Knabenchor zählt heute zur Spitze der Knabenchöre. Musikalisch liegt der Schwerpunkt dabei auf geistlicher Musik, wobei das Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne reicht. Neben A-cappella-Werken aller Epochen umfasst es auch die großen Oratorien von Bach,
Händel, Mozart, Mendelssohn Bartholdy und Brahms.
Einladungen zu wichtigen Festivals wie dem Rheingau Musik Festival sowie regelmäßige Auftritte in den deutschen und europäischen Musikzentren unterstreichen die Bedeutung des Knabenchors im nationalen wie internationalen Musikleben. Konzertreisen führten die Sänger ins europäische Ausland wie auch nach Asien, Nord- und Südamerika, Israel, Australien und in den Vatikan.
Der 1946 von Hans Thamm gegründete Chor wurde von seinen Nachfolgern Karl-Friedrich Beringer und Martin Lehmann über drei Jahrzehnte hinweg zu nationaler und internationaler Anerkennung geführt. 2022 übernahm Ludwig Böhme die künstlerische Leitung des Ensembles. Renommierte Orchester wie das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin oder die Akademie für Alte Musik Berlin (Akamus) arbeiten gern mit dem Chor zusammen. Zahlreiche CD-Produktionen sowie Hörfunk- und Fernsehauftritte überzeugen Musikkritiker und Publikum gleichermaßen.
Stephan Schultz
Stephan Schultz (geb. 1972 in Erfurt) begann mit sieben Jahren Cello zu spielen. Er studierte Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und Barockcello bei Jaap ter Linden an der Akademie für Alte Musik in Dresden.
Um die historische Aufführungspraxis im Zusammenhang mit dem Musizieren auf historischen Instrumenten zu fördern, gründete er 1995 gemeinsam mit einigen anderen Musikern das Leipziger Barockorchester (LBO), dem er bis heute angehört. Er spielte unter der Leitung bekannter Dirigenten (Reinhard Goebel, Roy Goodman, Peter Neumann, Peter Schreier u.a.) und musizierte gemeinsam mit Emma Kirkby, Nancy Argenta, Harry van der Kamp, Peter Kooij und Masaaki Suzuki.
Seit 2006 ist er Künstlerischer Leiter des französischen Barockensembles Le Concert Lorrain. Mit diesem Ensemble gab er zahlreiche Konzerte im In- und Ausland, u.a. im Musikverein Wien, Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie Paris, Philharmonie Warschau, KKL Luzern, Philharmonie Luxemburg, Alte Oper Frankfurt, Kursaal San Sebastian, Stadtcasino Basel, beim Kirchenmusikfestival Oslo, Rheingau Musik Festival, Festival Oude Muziek Utrecht, bei den Tagen Alter Musik in Herne und den Brühler Schlosskonzerten. Vier besonders wichtige Produktionen, die er leitete, waren die Oper Otto von Händel/Telemann, die Brockes-Passion von G.F. Händel mit Le Concert Lorrain und dem NDR Chor, der Messiah von G.F. Händel mit Le Concert Lorrain, Chor und Orchester und das Weihnachtsoratorium von J. S. Bach mit Le Concert Lorrain, Chor und Orchester.
Le Concert Lorrain
Le Concert Lorrain wurde im Jahr 2000 gegründet und wird heute von der französischen Cembalistin Anne-Catherine Bucher und dem deutschen Cellisten Stephan Schultz geleitet. Le Concert Lorrain überzeugt durch die hohe Qualität seiner Interpretation und die Originalität seiner Programmgestaltung. So hat es in den vergangenen zehn Jahren von den berühmtesten Konzerthäusern und Festivals zahlreiche Einladungen erhalten. Le Concert Lorrain arbeitet regelmäßig mit internationalen Künstlern wie Andreas Scholl, Carolyn Sampson, Christoph Prégardien, James Gilchrist, Joanne Lunn, Peter Kooij, Marcus Creed, Andrew Parrott, Daniel Reuss, Hans-Christoph Rademann oder Pierre Cao zusammen.
Die CD-Einspielungen des Ensembles wurden von der Presse hoch gelobt: Le Manuscrit des Ursulines de la Nouvelle-Orléans von Henry Desmarest, Les Petits Motets von Henry Madin, Les Sirènes – Sopran-Solokantaten von Thomas-Louis Bourgeois, Israel in Egypt von G. F. Händel unter der Leitung von Roy Goodman, Goldberg-Variationen von J. S. Bach mit Anne-Catherine Bucher, Toucher Bach: sonatas for flute and obbligato harpsichord (mit Anne-CatherineBucher und Leonard Schelb) sowie die Solokantaten von J. S. Bach mit Christoph Prégardien.
Le Concert Lorrain engagiert sich sehr im Bereich der Musikvermittlung, wie z.B. in Projekten mit Kindern aller Altersklassen, Kinder- und Familienkonzerten und Akademien zur Aus- und Weiterbildung. Le Concert Lorrain hat eine Partnerschaft mit dem Konzerthaus Arsenal in Metz. Es wird finanziell durch das französische Kulturministerium (DRAC Grand Est), die Region Grand Est, die Stadt Metz und die Fondation Loutsch-Weydert unterstützt.
Heidi Baumgartner (Sopran)
Heidi Baumgartner ist Konzertsängerin und seit 2022 festes Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunk. Sie musizierte mit Orchestern wie den Stuttgarter Philharmonikern (Tannhäuser, Junger Hirte), den Münchner Symphonikern (Mendelssohns Lobgesang-Symphonie, Sopransolo), der Neuen Hofkapelle München (Bachs Johannes Passion, Sopransolo) oder dem Münchner Rundfunkorchester.
Baumgartner studierte am Salzburger Mozarteum bei Elisabeth Wilke und an der Musikhochschule in München bei Prof. Christiane Iven. Einen wesentlichen Teil ihrer Ausbildung widmete sie dem Liedgesang und der Alten Musik, für die sie eine besondere Leidenschaft empfindet. Im Juli 2022 gab sie ihr Operndebüt als "junger Hirte" in Wagners Tannhäuser bei den Opernfestspielen in Heidenheim unter der Leitung von Marcus Bosch in der Inszenierung von Georg Schmiedleitner. Im selben Jahr wurde sie fest im Chor des Bayrischen Rundfunks engagiert. Neben ihren Engagements als freie Konzertsolistin ist sie dort auch immer wieder solistisch zu hören. So u.a. in Mozarts "Idomeneo" unter der Leitung von Sir Simon Rattle.
Sie ist Preisträgerin des Wettbewerbs Zukunftsstimmen von Elina Garanca (2021) und des Internationalen Haydn Wettbewerbs. (2023). Im Januar 2026 debütiert sie in ihrer Heimatstadt bei der "Salzburger Mozartwoche"
Terry Wey (Altus)
Für Fono Forum einer der Besten seines Faches, ist Terry Wey ständiger Gast der wichtigsten Barock-Festivals und arbeitet regelmäßig mit den bedeutendsten Dirigenten dieses Repertoires zusammen. In der Saison 2025/26 kehrt er mit dem Freiburger Barockorchester zur Bachwoche Ansbach zurück, sowie für Rossinis Petite Messe Solenelle mit dem Tölzer Knabenchor an die Philharmonie Köln. Mit dem Zürcher Barockorchester ist das Soloprogramm David's Harp mit Arien aus Händels Oratorien Saul und Athalia für Konzerte und CD-Aufnahmen geplant. Weitere Konzerteinladungen führen ihn u.a. mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble in die Hamburger Elbphilharmonie, mit Concerto Copenhagen nach Kopenhagen, mit Bachs Matthäuspassion an die Suntory Hall Tokyo sowie für Händels La Resurrezione in den Wiener Musikverein. Auf der Opernbühne kehrt Terry Wey in der Titelpartie von Agostino Steffanis Orlando generoso zu den Telemann-Festtagen Magdeburg zurück. Hinzu kommen Einladungen verschiedener Vokalensembles u.a. nach Gdansk, Fontainebleau, Basel, Lugano und Genf.
Tobias Hunger (Tenor)
Der mit einer facettenreichen und vielseitig gewandten Stimme ausgestattete Tenor Tobias Hunger erhielt seine Gesangsausbildung bei Prof. Hermann Christian Polster an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Bereits während seiner Zeit im Dresdner Kreuzchor trat er solistisch in Erscheinung und sammelte später neben seinem Studium zahlreiche Erfahrungen auf der Opern- und Konzertbühne. Auf seinem weiteren Weg begleiteten ihn unter anderem Meisterkurse bei Peter Schreier, Scot Weir, Gerd Türk, Eva Randová und den King's Singers.
Als international gefragter Lied-, Konzert- und Oratoriensänger reist er regelmäßig in Länder wie die Niederlande, Belgien, Frankreich, die Schweiz, Italien, Österreich, Tschechien, Polen, Norwegen oder Finnland. Er arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Václav Luks, Adam Viktora, Hans-Christoph Rademann, Ton Koopmann, Hermann Max, Christoph und Andreas Spering, Wolfgang Katschner, Ludger Rémy, Matthias Grünert, Roland Wilson, Ludwig Güttler sowie Thomaskantor Andreas Reize und Kreuzkantor Martin Lehmann zusammen. Eine ganz besondere und langjährige musikalische Verbundenheit gilt dabei Ludwig Böhme.
Auftritte führten ihn in hervorragende Konzertsäle wie die Berliner und Kölner Philharmonie, das Wiener Konzerthaus, das Rudolfinum Prag, die Isarphilharmonie München, die Glocke in Bremen, das Gewandhaus Leipzig, die Tonhalle Zürich, die Liederhalle Stuttgart, das Amsterdamer Concertgebouw und das L'Auditorium de Radio France in Paris.
Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren sein umfangreiches Schaffen.
Sein Repertoire reicht von Tonschöpfungen der Renaissance, des Barock und der Klassik bis hin zu Musik der 20er und 30er Jahre sowie der Moderne. So war er beispielsweise kürzlich in der Passion NACH.MARKUS des zeitgenössischen Leipziger Komponisten Steffen Schleiermacher zu erleben.
Besondere Aufmerksamkeit widmet Tobias Hunger der Interpretation des Werkschaffens von Johann Kuhnau, Johann Hermann Schein, Jan Dismas Zelenka und Johann Sebastian Bach.
Auf der Opernbühne sang er Partien wie PAOLINO (Il matrimonio segreto), CARAMELLO (Eine Nacht in Venedig), DON OTTAVIO (Don Giovanni), FERRANDO (Così fan tutte), ACIS (Acis and Galatea), BASILIO/DON CURZIO (Le nozze di Figaro) oder TRIQUET (Eugen Onegin).
Krezimir Strazanac (Bariton)
Der Bassbariton KREŠIMIR STRAŽANAC ist einer der bedeutendsten kroatischen Künstler, der kontinuierlich internationale Erfolge erzielt. Zu seinen zahlreichen Erfolgen gehört sein Debüt mit den Berliner Philharmonikern unter Kirill Petrenko im Jahr 2023 mit Konzerten in Berlin, Madrid und Barcelona (der Mitschnitt des Europakonzert aus der Sagrada Familia wurde von zahlreichen internationalen Radio- und Fernsehsendern ausgestrahlt). In 2025 debütierte er mit dem Los Angeles Philharmonic unter der Leitung von Emmanuelle Haïm.
Krešimir Stražanac studierte bei Dunja Vejzović und Liedgesang bei Cornelis Witthoefft an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart sowie privat bei Jane Thorner Mengedoht und Hanns-Friedrich Kunz. Nach seinem Abschluss wurde er festes Mitglied der Oper Zürich. Im Laufe von sieben Spielzeiten interpretierte er Rollen wie Harlekin (R. Strauss' Ariadne auf Naxos), Baron Tusenbach (Eötvös' Drei Schwestern), Ping (Puccinis Turandot) und andere unter Dirigenten wie Vladimir Fedoseeev, Bernard Haitink, Nello Santi, Peter Schneider und Franz Welser-Möst.
Als Konzertsolist tritt Stražanac in ganz Europa, Asien und Nordamerika auf und singt bedeutende Vokal- und Instrumentalwerke, darunter Haydns Oratorium Die Schöpfung, Mozarts Konzertarien und sein Requiem, Beethovens Missa solemnis und Neunte Sinfonie, Brittens War Requiem, Glass‘ Passion of Ramakrishna, Mendelssohns Oratorien Elias und St Paul, Brahms‘ Deutsches Requiem, Dvořáks Requiem, Francks Oratorium Les Béatitudes, Faurés Requiem, Puccinis Messa di Gloria sowie Mahlers Zyklen Des Knaben Wunderhorn und Rückert-Lieder.
Er trat mit Orchestern auf, darunter dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Concertgebouworkest, dem hr-Sinfonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Royal Flemish Philharmonic, dem Singapore Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, dem Tokyo Symphony Orchestra und dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Ivan Fischer, Manfred Honeck, Alexander Liebreich, Jonathan Nott, Jukka-Pekka Saraste, Petr Popelka und Jaap van Zweeden. Seit 2016 arbeitet er regelmäßig und begeistert mit dem Dirigenten Philippe Herreweghe und den Ensembles Collegium Vocale Gent und Orchestre des Champs-Elysées zusammen.
Er ist bekannt für seine Aufführungen des Barockrepertoires, insbesondere Händels Oratorien Messias und Alexanders Fest, sowie zahlreicher Werke Bachs: Matthäuspassion, Johannespassion, Weihnachtsoratorium, Messe in h-Moll und viele Kantaten, darunter Ich habe genug, Ich will den Kreuzstab gerne tragen und Amore traditore. Er trat mit Ensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Collegium 1704, dem Concentus Musicus Wien, dem Concerto Köln, dem Freiburger Barockorchester, Gaechinger Cantorey und I Barocchisti unter der Leitung der Dirigenten Giovanni Antonini, Peter Dijkstra, Diego Fasolis, René Jacobs, Václav Luks, Hans-Christoph Rademann, Christoph Rousset und Masaaki Suzuki auf.
Details zur Veranstaltung
Veranstalter
Friedrichsforum
Friedrichstraße 19
95444 Bayreuth
