Neujahrskonzert
Sonntag, 03.01.2027, 18:00 Uhr
Neujahrskonzert
Hofer Symphoniker: Die goldenen Zwanziger
Die 1920er-Jahre gingen als „Die Goldenen Zwanziger“ in die Geschichte ein. Es war eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, des Fortschritts, der Emanzipation und des Aufblühens von Kunst und Kultur.
Dieses positive Lebensgefühl vermitteln die Hofer Symphoniker in ihrem Neujahrskonzert 2027. Unter der Leitung von Enrico Delamboye bringen sie beliebte Lieder wie „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ und „Wochenend und Sonnenschein“, Gershwins „I got rhythm“ sowie Highlights aus Oper und Operette zu Gehör, darunter „Strahlender Mond“ aus Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“. Es singt die Sopranistin Inga Lisa Lehr.
Für einen ganz besonderen Sound sorgt die Saxophonistin Asya Fateyeva beispielsweise mit der „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin.
Mit zahlreichen schwungvollen Orchesterstücken schicken die Hofer Symphoniker das Publikum gut gelaunt in das neue Jahr 2027.
Asya Fateyeva, Saxophon
Inga Lisa Lehr, Sopran
Hofer Symphoniker
Enrico Delamboye, Dirigent
©Foto: Jewgeni Roppel
Asya Fateyeva
Asya Fateyeva rückt das Saxophon neu in den Fokus des Musiklebens: mit innovativen Programmen und großem Können. Klassisch ausgebildet und vielfach ausgezeichnet, liebt es Asya Fateyeva, musikalisch verschiedenste Stile und Epochen zu erkunden.
Asya Fateyeva, geboren auf der Krim, widmet sich einem breiten Repertoire. Dazu gehören neben Originalwerken für ihr Instrument auch Werke aus dem Barock, der Klassik und der Romantik. Parallel erweitert sie ihr Repertoire und das Netzwerk jener Musikerinnen und Musiker, mit denen sie arbeitet, auftritt und an neuen Programmen tüftelt. Neben den klassischen Konzerten mit Orchester und Solo-Recitals probiert sie vor allem kammermusikalisch alles aus, was sie interessiert. Ob ein frühbarockes Programm oder Bachs Goldberg-Variationen, arrangiert für Violoncello, Akkordeon und Saxophon, ob Musik der 1920er-Jahre von Erwin Schulhoff und Zeitgenossen oder eine Begegnung von Orgel und Saxophon – alles ist möglich. Auch Projekte mit Jazz und Weltmusik. Asya Fateyeva versteht sich als multikulturell empfindende und arbeitende Musikerin. Ihr Spiel vereint diverse Einflüsse.
Die klassisch ausgebildete Saxophonistin gehört zu den herausragenden Vertretern ihres Fachs und ist vielfach preisgekrönt. Als erste Frau erreichte sie etwa 2014 das Finale des namhaften Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs in Belgien und erspielte sich den 3. Platz.
Nach ihrem Diplom 2005 an der Hochschule für Musik in Würzburg ging Inga Lisa Lehr für ein Jahr an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Ergänzend besuchte sie die Liedklasse bei Prof. Mitsuko Shirai und Prof. Hartmut Höll an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Weitere wesentliche Impulse erhielt sie u.a. von Helen Donath, Prof. Thomas Quasthoff, Brigitte Fassbaender und Cheryl Studer. Seit 2012 setzt sie ihre Studien bei Prof. Robert Gambill fort.
Eine lange Liste an Wettbewerbserfolgen, wie den Sonderpreis der Deutschen Oper Berlin für die überzeugendste Bühnenpräsenz im Musiktheater in Verbindung mit dem 3. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin im Bereich Oper/Operette, den Emmerich-Smola Wettbewerb, der unter dem Titel „Operngala der Stars von Morgen“ live in SWR übertragen wurde und die Finalteilnahme beim Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb Wien 2010, krönen ihre bisherige Laufbahn.
Seit der Spielzeit 2010/11 ist Inga Lisa Lehr festes Ensemblemitglied des Theaters Hof und dort zuletzt u.a. in der Partie der Gretel in Humperdincks „Hänsel und Gretel“, einer jungen Frau in Poulencs „La voix humaine“ und der Liu in Puccinis „Turandot“ zu hören.
Es folgen u.a. die Micaela in Bizets „Carmen“, die Julia in Künnekes „Der Vetter aus Dingsda" und Constance in Poulencs „Les Dialogues des Carmelites“. Für ihre herausragenden Leistungen am Theater Hof wurde Inga Lisa Lehr der Preis der Theaterfreunde 2015 verliehen.
Auch im Konzertfach macht sich Inga Lisa Lehr mit den Werken von Brahms, Bach, Händel, Haydn, Mendelssohn, Mozart und Poulenc einen Namen. Sie tritt u.a. mit der Deutschen Radio Philharmonie, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Hofer Symphonikern und dem Czech Radio Symphony Orchestra/Prag als Solistin in Erscheinung. Beim Rheingau Musik Festival 2010 trat Inga Lisa Lehr in einem viel beachteten Liederabend zusammen mit Hartmut Höll und Peter Härtling auf.
Enrico Delamboye
Enrico Delamboye wurde in Wiesbaden geboren und ist niederländischer Staatsbürger. Er studierte Klavier bei Joop Celis, Orchesterdirigieren bei Jan Stulen und Bratsche im Nebenfach am Conservatorium Maastricht. Sein Operndebüt gab er bei den Internationalen Maifestspielen am Staatstheater Wiesbaden mit Benjamin Brittens The Rape of Lucretia. Zu Beginn seiner Laufbahn war er als Kapellmeister und Solorepetitor am Staatstheater Wiesbaden, am Staatstheater Mainz, an den Wuppertaler Bühnen und an der Oper Köln engagiert und unterrichtete von 2007 bis 2014 Orchesterdirigieren am Conservatorium Maastricht.
Seit Beginn der Spielzeit 2018/19 ist Delamboye Erster Gastdirigent des WDR Funkhausorchesters in Köln, mit dem ihn bereits zuvor eine enge künstlerische Partnerschaft verband. Von 2009 bis 2019 war er Generalmusikdirektor am Theater Koblenz.
Gastengagements führten ihn an Opernhäuser wie die Komische Oper Berlin, das Theater Basel, die Volksoper Wien, das Konzert Theater Bern, das Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon, das Ballett des Königlichen Dänischen Theaters in Kopenhagen, das Staatstheater Darmstadt, das Stadttheater Gießen, die Oper Köln, sowie an zahlreiche Festivals und Bühnen in Deutschland und Europa.
Als Konzertdirigent arbeitete er u. a. mit dem Gürzenich Orchester Köln, dem MDR-Sinfonieorchester, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, den Münchner und Nürnberger Symphonikern, der Rheinischen Philharmonie Koblenz, der Jenaer Philharmonie, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Sinfonieorchester Basel, dem Berner Kammerorchester, dem Orchestre National de Montpellier, der Philharmonie Artur Rubinstein Łódź, der Zagreb Philharmonic sowie dem Sinfonieorchester Aachen.
Hofer Symphoniker
Seit ihrer Gründung 1945 haben sich die Hofer Symphoniker fest im nordbayerischen Konzertleben und darüber hinaus etabliert. International renommierte Künstler wie z.B. Albrecht Mayer, Antje Weithaas, Claire Huangci, Konstantin Krimmel, Sebastian Manz, Jess Gillam, Liya Petrova, Raphaela Gromes, Julia Hagen, Kinan Azmeh und Christian Zacharias treten immer wieder mit dem Orchester auf. Dirigent Hermann Bäumer agiert derzeit als Conductor in Residence. Seit September 2024/25 ist der Belgier Martijn Dendievel Chefdirigent des Orchesters.
Die Hofer Symphoniker sind ein Kultur- und Bildungsunternehmen mit rund 120 Mitarbeitenden aus ca. 19 Nationen mit modellhaftem Bildungskonzept, das eine eigene Musikschule betreibt. Mit derzeit ca. 1200 Schülerinnen und Schülern leisten die Hofer Symphoniker so einen wesentlichen Beitrag für die musikalische Bildung in Oberfranken.
Details zur Veranstaltung
Veranstalter
Friedrichsforum
Friedrichstraße 19
95444 Bayreuth
