Beethovens 1+2 / Schostakowitsch Cellokonzert mit Raphaela Gromes
Samstag, 12.06.2027, 19:30 Uhr
Beethovens 1+2 / Schostakowitsch Cellokonzert mit Raphaela Gromes
Gastkonzert der Opernfestspiele Heidenheim
Programm
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Dmitri Schostakowitsch, Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Pause
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Raphaela Gromes, Violoncello
„Eleganz, Engagement, technischer Perfektion, Ausdruckskraft sowie Variationsbreite in Dynamik und Vibrato.“ (Le Diapason)
Die Cellistin Raphaela Gromes gehört zu den prägenden Stimmen ihrer Generation. Seit 2016 ist sie Exklusivkünstlerin bei Sony Classical, ihre vielfach ausgezeichneten Alben wurden u.a. mit dem Opus Klassik, dem Diapason d’Or und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik geehrt und führten die deutschen Klassikcharts an. Mit ihrem Erfolgsalbum Femmes (2023), das Werke von 24 Komponistinnen versammelt, erregte sie weltweit Aufsehen und setzte ein künstlerisches Zeichen für die Sichtbarkeit von Komponistinnen.
Raphaela Gromes konzertiert in bedeutenden Sälen wie dem Wiener Konzerthaus, u.a. dem Concertgebouw Amsterdam, der Tonhalle Zürich, der Elbphilharmonie Hamburg. Internationale Tourneen führten sie nach China, Japan, Australien, Taiwan, Korea, in die USA und nach Zentralamerika. Solistische Auftritte hatte sie u.a. mit dem DSO Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem hr-Sinfonieorchester, dem Gürzenich Orchester Köln, der Hong Kong Sinfonietta, dem Yomiuri Nippon Orchestra, dem Melbourne Symphony Orchestra. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Kent Nagano, Julian Rachlin, Pietari Inkinen und Anna Rakitina.
Neben ihrer mühelosen Virtuosität und einem seelenvollen, tief berührenden Spiel erregt sie besondere Aufmerksamkeit mit Weltersteinspielungen. Zahlreiche zeitgenössische Werke wurden ihr gewidmet.
Raphaela Gromes engagiert sich zudem als Botschafterin der SOS-Kinderdörfer und der José Carreras Stiftung. 2023 gab sie in Kyiv mit dem Ukrainischen Nationalorchester ein Solidaritätskonzert, nahm mit ihnen Dvořáks Cellokonzert sowie Werke ukrainischer Komponisten auf und ging anschließend mit ihnen auf große Europatournee.
Sie spielt ein Cello von Carlo Bergonzi (1740), das ihr aus privater Hand zur Verfügung gestellt wird.
Marcus Bosch, Musikalische Leitung
Einer der profiliertesten und innovativsten Köpfe der deutschen Dirigentenszene, weltweit gefragter Gastdirigent und Leiter einer überaus erfolgreichen Dirigierklasse leitet Marcus Bosch seit 2010 die Opernfestspiele seiner Heimatstadt Heidenheim, die er zu einem der erfolgreichsten Klassikfestivals Europas entwickelt hat, nicht zuletzt durch die Gründung und den Aufbau der festivaleigenen Cappella Aquileia, die mit ihm am Pult mit ihren Konzerten und Aufnahmen u. a. der frühen Verdi-Opern, den Theatermusiken Beethovens und den Schumann-Sinfonien für Furore sorgen.
Der mit dem Opus Klassik ausgezeichnete Dirigent war nach Kapellmeisterstationen an den Staatstheatern Wiesbaden, Halle und Saarbrücken jüngster GMD Deutschlands in Aachen, Chefdirigent der Kammerphilharmonie Graubünden und dann GMD der Staatsphilharmonie Nürnberg und des Staatstheaters. Seit 2016 leitet er höchst erfolgreich als Professor die Dirigierklasse in München und das Hochschulsymphonieorchester.
Marcus Bosch war als Gast bei über 100 Orchestern auf der Welt, sein Opernrepertoire umfasst mehr als 100 Musiktheaterwerke. Die CD-Live-Mitschnitte der Sinfonien von Anton Bruckner mit dem Sinfonieorchester Aachen sorgten international für Furore. Auch die Brahms-Einspielungen bestätigten die herausragende Qualität, die Bosch mit dem Aachener Orchester erreicht hatte. In Nürnberg glückte Marcus Bosch ein ähnliches Kunststück mit der Einspielung aller Dvořák-Sinfonien sowie der Sinfonischen Dichtungen. Klassik.com sprach von einem „Glücksgriff für alle Dvořák-Fans“.
Überhaupt geht der „Hör-Verführer“, wie ihn Deutschlandfunk Kultur nannte, immer wieder neue, innovative Wege: Er entwickelt beständig neue Konzert- und Veranstaltungsformate, dirigierte 2008 die weltweit erste frei zugängliche Live-Internetübertragung (Salome in Aachen) und 2012 die erste live in Kinos übertragene Opernpremiere (Tristan und Isolde in Nürnberg). Mit dem Nürnberger Klassik Open Air leitete er wiederholt die größte Klassikveranstaltung Europas.
Marcus Bosch ist Vorsitzender der GMD- und Chefdirigent*innen-Konferenz.

Capella Aquileia
MUSIK ANDERS FÜHLEN
Außerordentliche Qualität, Bühnenpräsenz, die Freude der Musiker am Besonderen ihrer Zusammenarbeit und kompromisslose Lust am Detail prägen die Cappella Aquileia. Das Orchester der Opernfestspiele und sein Gründer und künstlerischer Leiter Marcus Bosch eröffnen in kammersinfonischer Besetzung und inspiriert von der Aufführungspraxis der Entstehungszeit einen unverstellten Blick auf klassische und romantische Orchestermusik.
Die Cappella Aquileia steht seit ihrer Gründung im Jahr 2011 als besonderes Orchester für das künstlerische Renommee der Opernfestspiele Heidenheim. Spitzenmusikerinnen und -musiker aus ganz Deutschland und darüber hinaus treffen sich in der Festspielstadt Heidenheim zu regelmäßigen Projekten. Zahlreiche Preise sowie eine beeindruckende Diskografie und renommierte Gastspieleinladungen belegen den künstlerischen Rang des Klangkörpers.
Gastspielreisen führten das Orchester der Opernfestspiele in die Schweiz, nach Frankreich, Italien, in die Kölner Philharmonie und zum Festival Europäische Kirchenmusik nach Schwäbisch Gmünd. Namhafte Musiker*innen und Schauspieler*innen wie Michael Volle, Lise de la Salle, Camille Thomas, Lena Neudauer, Vesselina Kasarova oder Katharina Thalbach gehören zu den künstlerischen Partner*innen der Cappella Aquileia.
Details zur Veranstaltung
Veranstalter
Friedrichsforum
Friedrichstraße 19
95444 Bayreuth
