Beethovens 1+2 / Schostakowitsch Cellokonzert mit Raphaela Gromes
Samstag, 12 Juni 2027 | Großer Saal
Gastkonzert der Opernfestspiele Heidenheim
Beethoven war bereits 29, als er seine ersten Sinfonie schrieb – ein Spätstart im Vergleich zu Mozart und anderen früheren Zeitgenossen. Der gebürtige Bonner hatte zu Beginn seines sinfonischen Schaffens größere Mühen, einen eigenen sinfonischen Ton zu finden: hatte er doch die Londoner Sinfonien Haydns und die letzten Sinfonien Mozarts im Rücken, die bereits die Ansprüche an die Gattung deutlich in die Höhe getrieben hatten. Die Zweite schrieb er im Folgejahr – beide Sinfonien noch sehr am Haydnschen Ideal orientiert. Mit den Folgesinfonien setzte er dann Maßstäbe, an denen sich die folgenden Komponistengenerationen messen lassen mussten.
Mit dem Beginn des Konzerts gibt der Komponist seine Visitenkarte ab: D-Es-C-H als (deutsches!) Kürzel für Dmitri Schostakowitsch. Schostakowitschs Cellokonzert ist eine musikalischen Abrechnung mit Stalin. Das Verhältnis war von Todesangst, Anpassung und doppelten Böden geprägt. Schostakowitsch schrieb staatstragende Hymnen, versteckte in seiner Musik jedoch oft bittere Kritik und subversiven Schmerz am stalinistischen System. Das Konzert entstand in einer Zeit, in der das Erbe von Josef Stalins Kulturbürokratie während der Tauwetter-Periode langsam überwunden wurde. Das Konzert gilt als Teil der musikalischen Abrechnung Schostakowitschs mit Stalin.
Programm
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Dmitri Schostakowitsch, Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107
Pause
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Termine
Details zur Veranstaltung
Veranstaltungsort
Großer Saal
Jean-Paul-Platz 1,
95444 Bayreuth
Veranstalter
Friedrichsforum
Friedrichstraße 19
95444 Bayreuth